Über die Projektwerkstatt

Projektwerkstätten sind von Student*innen selbstorganisierte Lehrformate. Siehe hierzu z.B. Projektwerkstätten an der TU Berlin.

2015/16 reichten Mona, Philine & Jule zum ersten Mal das Konzept für die PW Commons ein. Seitdem wird das Modul mit wechselnden Tutor*innen jedes Semester an der HNE Eberswalde angeboten. Die Tutor*innen, selbst Student*innen, organisieren die Gruppentreffen und begleiten den Lernweg der Teilnehmer*innen, während die Dozent*innen eher eine beratende Rolle einnehmen.  

Das Lernen in der PW findet im Sinne des Peer-to-Peer-Lernens statt und wird dadurch selbst zum Commoning-Prozess. So findet ein „Erfahren der Commons“ vor allem auch auf der Meta-Ebene statt. Das freiwillige und selbstbestimmte Lernen hat sich in den vergangenen Semestern durch die aktive Mitbestimmung und Mitverantwortung der einzelnen Teilnehmer*innen stets positiv auf die Lern-Motivation und das Engagement in der Gruppe ausgewirkt.

Die Teilnehmer*innen aus den verschiedenen Fachbereichen bringen Erfahrung und Wissen aus ihren jeweiligen Disziplinen mit, wodurch ein Austausch über die interdisziplinäre Wirkkraft der Commons stattfinden kann. Perspektivisch können Erkenntnisse, sowie emanzipatorische Erfahrungen aus dem Gruppenprozess in den (Hochschul-)Alltag getragen werden.

Da es in der PW nicht um reine Wissensvermittlung geht, sondern auch um das gemeinsame Erleben von Gruppenprozessen und Erarbeiten von umsetzungsorientierten Ansätzen, ist ein wichtiger Bestandteil stets die Selbst- und Gruppen-Reflektion. Das gemeinsam gestaltete, ergebnisoffene Semester wird als Commoning-Prozess verstanden, der z.B. mit theoretischen Modellen verglichen werden kann (z.B. Commoning Muster von Helfrich & Bollier 2019).

Zu Beginn eines jeden Semesters findet ein Auftakt-Wochenende an einem inspirierenden Projektort in Brandenburg statt. Gemeinsam werden Semesterziele, Umgangsformen, Arbeitsweisen, Handlungsfelder und Ressourcenplanung besprochen. Während des Semesters können die Studierenden, selbstständig und zielführend an Fragen und Themen arbeiten und forschen und werden angeregt ihre eigenen Denkmuster kritisch zu beleuchten. Erarbeitete Inhalte bzw. Erkenntnisse gilt es, wenn möglich, als Transfer-Leistung über die hochschulinternen Grenzen hinaus, zugänglich zu machen (z.B. auf InfoVeranstaltungen, Workshops oder in Form von selbst erstelltem Material über eine eigene Website). Auch konkrete Praxisprojekte können durchgeführt und dokumentiert werden. Dabei kann mit lokalen Akteur*innen kooperiert werden.

Der Fokus des Semesters liegt also auf dem Prozess, nicht auf irgendwelchen Leistungserbringungen. Die Bewertung von Leistung in Form von Noten wird jedes Semester aufs Neue kritisiert. Hier stoßen wir jedoch an bildungspolitische Grenzen ;)

Weitere Infos findet ihr auch auf der Homepage der HNE.

Kontakt: pw.commons [at] hnee.de